Bestseller-Listen: Orientierung im Bücher-Dschungel

Mehr als 80.000 neue Buchtitel erscheinen jährlich auf dem deutschen Markt. Im Dschungel der Neuerscheinungen bieten Bestseller-Listen eine hilfreiche Orientierung.

Die wohl bekannteste Bestseller-Liste im deutschsprachigen Raum wird vom Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL veröffentlicht. Der Listenplatz der einzelnen Bücher wird wöchentlich neu vom Fachmagazin Buchreport ermittelt, indem die Verkaufszahlen von rund 350 Buchhandlungen elektronisch abgefragt werden. DER SPIEGEL unterscheidet bei seinen Bestseller-Listen zwischen den Kategorien Belletristik und Sachbücher.

Ebenfalls wöchentlich erscheint die Besteller-Liste des FOCUS zur Belletristik. Im Wochenwechsel werden zusätzlich die Bestseller aus den Rubriken Ratgeber und Sachbücher publiziert. Die Bestseller-Listen des FOCUS beruhen auf den Daten des Marktforschungsinstituts media control und berücksichtigen auch Verkäufe im Internet-Buchhandel.

Online-Buchhändler wie Amazon.de oder buch.de führen ihre eigenen Bestseller-Listen. Diese sind zwar informativ, allerdings nur bedingt repräsentativ, da sie lediglich das Kaufverhalten der eigenen Kunden abbilden.

Und da Bestseller-Listen eben nur die am besten verkauften Bücher, nicht aber unbedingt die besten Bücher enthalten, sei am Schluss noch die monatliche Bestenliste des SWR erwähnt. Eine Jury aus 30 Literaturkritikern wählt unter den literarischen Neuerscheinungen jene Werke aus, denen sie “möglichst viele Leser und Leserinnen” wünschen. Hier entscheidet also nicht Quantität, sondern Qualität.

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