Gynäkologische Infektionen

Gynäkologische Infektionen können allgemein in nicht sexuell und sexuell übertragbare Infektionen unterteilt werden. Zu ersteren zählen vor allem Infektionen der Brustdrüsen, die vor allem während Stillzeiten auftreten können und in der Regel durch Staphylokokken verursacht werden. Aber auch Pilzinfektionen im Scheidenraum (siehe Vaginalpilz) werden im Allgemeinen nicht sexuell übertragen. Diese werden vielfach durch Störungen im Immunsystem oder der bakteriellen Flora nach vorausgegangener Antibiotika Therapie ausgelöst. Die Behandlung erfolgt überwiegend mit Antimykotika.

Im Gegensatz dazu stehen die sexuell übertragbaren Infektionen. Hier sind es in erster Linie bakterielle Infektionen, z. B. hervorgerufen durch Gardnerella und Chlamydien oder, heute seltener, durch Neisseria Bakterien, den Auslösern der Gonorrhoe. Darüber hinaus kommen auch Infektionen durch einzellige Parasiten, den Trichomonaden, vor. Allen diesen Infektionen ist gemeinsam, dass sie sich durch vermehrten Ausfluss aus der Scheide, Juckreiz oder Brennen und teilweise durch einen strengen Geruch bemerkbar machen. Zur Behandlung dieser Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz, denen idealer weise eine Erregerbestimmung vorausgegangen ist.

Dann gibt es noch die verschiedenen viralen Infektionen. Hier sind es vor allem Herpes- und Papillomaviren. Beim Herpes genitalis kann die Infektion mit speziellen Cremes behandelt werden. Für die Bekämpfung der durch Papillomaviren hervorgerufenen Zervixkarzinome ist seit kurzem ein spezieller Impfstoff verfügbar, der, vor dem ersten sexuellen Kontakt, verabreicht, einen guten Schutz gegen diese Virusinfektion und damit gegen das Auftreten dieser Krebserkrankungen bieten soll.

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